eine interessante Variante
1.d4 Sf6 2.Sc3 d5 3.Lf4 c5 4.e4
https://de.chessbase.com/post/ein-schoc ... don-system
Turniervorbereitung
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Re: Turniervorbereitung
VG
H Krauß
H Krauß
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Re: Turniervorbereitung
Liebe Schachfreunde,
ich möchte die sehr interessante Diskussion wieder aufnehmen. Ich habe, bis auf eine Partie, die ich gewinnen werde, mein erstes Normturnier WS/CCE/B/34 hinter mich gebracht. Ich habe eine Partie verloren, werde die letzte Partie gewinnen, alle anderen Partien endeten Remis. Ich habe die Weißpartien mit 1.e4 eröffnet und mich in den Eröffnungen bewegt, die ich in den letzten vier Jahren gehäuft spielte. Dies hat mir prinzipiell Sicherheit gegeben. Ich habe nicht geprüft, was meine Gegner sonst so spielen. In der Verlustpartie habe ich einzügig die Dame stehen lassen. Fingerfehler!! Das passiert gelegentlich, aber selten. In der Gewinnpartie habe ich meinen Gegner aus der Eröffnung heraus überspielt. Ich warte täglich auf seine Aufgabe.
Mein langjähriger Mittelwert der Zugzahl ist 33 Züge pro Partie. In diesem Turnier liege ich deutlich darunter. Ich habe Partien mit unter 30 Zügen remis gegeben. Ich hatte den Eindruck: "Nur nicht verlieren!" - Der zweite Eindruck ist, man bietet Remis an, wenn man die Norm nicht mehr erreichen kann.
Vielleicht ist auch dies eine Erklärung für die höhere Remisquote.
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Einen ganz anderen Eindruck habe ich bei den beiden Turnieren des 9. Webchess Open, die ich belegt habe. Auch hier spiele ich 1. e4, teilweise auch gegen bekannte Gegner. Bei 7 Spielern und 6 Partien und einer Rating-Spreizung von bis zu 700 Punkten kann man nicht auf Ankommen spielen, wenn man weiterkommen will. Man muss alle schwächeren Spieler versuchen zu schlagen und möglichst gegen die stärkeren nicht verlieren. Der erste kommt weiter, der 2. vielleicht. Hier sehe ich mir in der Tat an, was meine Gegner in den von mir/ oder ihnen gewählten Eröffnungen spielen. Ich spiele vor allem die Eröffnungen die ich genau kenne. Unbekannte Eröffnungen analysiere ich genau genau. Ich spiele in diesem Format auch langsam und lasse mir Zeit.
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Am 12.07.24 startet mein zweites Normturnier. Ich werde die Taktik hier nicht verraten, später aber im Forum über den Erfolg/ Mißerfolg berichten.
Ich denke, dass eine gute Vorbereitung ein Erfolgsfaktor sein kann.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg weiterhin in Ihren Turnieren!
Viele Grüße
Ludger Heiermann
ich möchte die sehr interessante Diskussion wieder aufnehmen. Ich habe, bis auf eine Partie, die ich gewinnen werde, mein erstes Normturnier WS/CCE/B/34 hinter mich gebracht. Ich habe eine Partie verloren, werde die letzte Partie gewinnen, alle anderen Partien endeten Remis. Ich habe die Weißpartien mit 1.e4 eröffnet und mich in den Eröffnungen bewegt, die ich in den letzten vier Jahren gehäuft spielte. Dies hat mir prinzipiell Sicherheit gegeben. Ich habe nicht geprüft, was meine Gegner sonst so spielen. In der Verlustpartie habe ich einzügig die Dame stehen lassen. Fingerfehler!! Das passiert gelegentlich, aber selten. In der Gewinnpartie habe ich meinen Gegner aus der Eröffnung heraus überspielt. Ich warte täglich auf seine Aufgabe.
Mein langjähriger Mittelwert der Zugzahl ist 33 Züge pro Partie. In diesem Turnier liege ich deutlich darunter. Ich habe Partien mit unter 30 Zügen remis gegeben. Ich hatte den Eindruck: "Nur nicht verlieren!" - Der zweite Eindruck ist, man bietet Remis an, wenn man die Norm nicht mehr erreichen kann.
Vielleicht ist auch dies eine Erklärung für die höhere Remisquote.
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Einen ganz anderen Eindruck habe ich bei den beiden Turnieren des 9. Webchess Open, die ich belegt habe. Auch hier spiele ich 1. e4, teilweise auch gegen bekannte Gegner. Bei 7 Spielern und 6 Partien und einer Rating-Spreizung von bis zu 700 Punkten kann man nicht auf Ankommen spielen, wenn man weiterkommen will. Man muss alle schwächeren Spieler versuchen zu schlagen und möglichst gegen die stärkeren nicht verlieren. Der erste kommt weiter, der 2. vielleicht. Hier sehe ich mir in der Tat an, was meine Gegner in den von mir/ oder ihnen gewählten Eröffnungen spielen. Ich spiele vor allem die Eröffnungen die ich genau kenne. Unbekannte Eröffnungen analysiere ich genau genau. Ich spiele in diesem Format auch langsam und lasse mir Zeit.
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Am 12.07.24 startet mein zweites Normturnier. Ich werde die Taktik hier nicht verraten, später aber im Forum über den Erfolg/ Mißerfolg berichten.
Ich denke, dass eine gute Vorbereitung ein Erfolgsfaktor sein kann.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg weiterhin in Ihren Turnieren!
Viele Grüße
Ludger Heiermann
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Re: Turniervorbereitung
In der Gewinnpartie habe ich meinen Gegner aus der Eröffnung heraus überspielt. (Ludger Heiermann)
Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn.
Von 900 Partien gibt es nur wenige Remispartien
In der Variante 13...Sc5
Mein alter Brettschachcomputer Mephisto MMV hat schon 1991 bei der 23.DFM und CL.2014 in der Variante gewonnen
2004 hat ein PR Manager in einen Länderkampf sogar mit weiß verloren.
Vielleicht haben ja mal die Vollprofis lust ihre Gewinnpartien vorzuführen,wie sie Stockfish und Co überlistet und überspielt
haben.
Bei meiner Vorstellung zu neuen Turnieren stelle ich mich so vor.Hallo,hier ist Mephisto und komme aus HH.
Ich lasse meine Turniervorbereitung von Fritz 231 machen.
Viele Grüße Pele
Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn.
Von 900 Partien gibt es nur wenige Remispartien

Mein alter Brettschachcomputer Mephisto MMV hat schon 1991 bei der 23.DFM und CL.2014 in der Variante gewonnen
2004 hat ein PR Manager in einen Länderkampf sogar mit weiß verloren.
Vielleicht haben ja mal die Vollprofis lust ihre Gewinnpartien vorzuführen,wie sie Stockfish und Co überlistet und überspielt

Bei meiner Vorstellung zu neuen Turnieren stelle ich mich so vor.Hallo,hier ist Mephisto und komme aus HH.

Ich lasse meine Turniervorbereitung von Fritz 231 machen.
Viele Grüße Pele
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Re: Turniervorbereitung
Lieber "Pele", lieber Jörg,
danke für die Hinweise. Ich vergaß zu erwähnen, dass im Abspiel der Najdorf-Variante B99
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Nf6 5.Sc3 a6 6.Lg5 e6 7.f4 Le7 8.Df3 Dc7 9.O-O-O Sbd7 10.g4 b5 11.Lxf6 Sxf6 12.g5 Sd7 13.f5 Nc5
13...Sc5 schon seit langem als "Fehler" angesehen wurde. David Vigorito empfiehlt 13. 0-0 und schreibt zu 13..Sc5: "The big theoretical main line used to be 13... Sc5 but this never appealed to me in view of: 14. f6 gxf6 15.gxf6 Lf8 16.Tg1. The ensuing variations can be quite irrational and Black's king is always in danger with Tg7 in the air. Maybe in a correspondance game Black can hold his own, but over the board it looks to scary." (David Vigorito, Playing the Najdorf, A Practical Repertoire, Quality Chess 2019, S.287).
Selbst die 2021 veröffentlichte Neuauflage der Enzyklopädie der Schacheröffnungen führt die Variante unter B99-12 und bewertet 13... Sc5 14.f6 gxf6 15.gxf6 Lf8 16.Tg1 h5 17.a3 Tb8 18.e5 Lb7 19.Dg3 d5 20.Kb1 La8 21. De1 Lh6 mit +=. (Encyclopaedia of Chess Openings, BII, 5. Auflage, Beograd 2021).
Ich muss mich nicht dafür entschuldigen, dass mein Gegner, mit dem ich übrigens gerade ein neues Turnier begonnen habe, eine zweifelhafte Variante wählt. Auch ohne Stockfish wäre ich durch meine Quellen und z.B. Chessbase in Kombination mit Fritz zur Erkenntnis gekommen, die bessere Stellung zu haben und später auf Gewinn zu stehen. Deshalb würde ich gerne Deinen Wunsch aufnehmen:
" Vielleicht haben ja mal die Vollprofis Lust ihre Gewinnpartien vorzuführen wie sie Stockfish und Co. überlistet und überspielt haben."
Vielleicht hast Du auch einmal Lust mir eine Deiner Gewinnpartien für die Veröffentlichung in der Rochade Europa zur Verfügung zu stellen. Das würde mich sehr freuen.
Viele Grüße
Ludger Heiermann
Berlin
danke für die Hinweise. Ich vergaß zu erwähnen, dass im Abspiel der Najdorf-Variante B99
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Nf6 5.Sc3 a6 6.Lg5 e6 7.f4 Le7 8.Df3 Dc7 9.O-O-O Sbd7 10.g4 b5 11.Lxf6 Sxf6 12.g5 Sd7 13.f5 Nc5
13...Sc5 schon seit langem als "Fehler" angesehen wurde. David Vigorito empfiehlt 13. 0-0 und schreibt zu 13..Sc5: "The big theoretical main line used to be 13... Sc5 but this never appealed to me in view of: 14. f6 gxf6 15.gxf6 Lf8 16.Tg1. The ensuing variations can be quite irrational and Black's king is always in danger with Tg7 in the air. Maybe in a correspondance game Black can hold his own, but over the board it looks to scary." (David Vigorito, Playing the Najdorf, A Practical Repertoire, Quality Chess 2019, S.287).
Selbst die 2021 veröffentlichte Neuauflage der Enzyklopädie der Schacheröffnungen führt die Variante unter B99-12 und bewertet 13... Sc5 14.f6 gxf6 15.gxf6 Lf8 16.Tg1 h5 17.a3 Tb8 18.e5 Lb7 19.Dg3 d5 20.Kb1 La8 21. De1 Lh6 mit +=. (Encyclopaedia of Chess Openings, BII, 5. Auflage, Beograd 2021).
Ich muss mich nicht dafür entschuldigen, dass mein Gegner, mit dem ich übrigens gerade ein neues Turnier begonnen habe, eine zweifelhafte Variante wählt. Auch ohne Stockfish wäre ich durch meine Quellen und z.B. Chessbase in Kombination mit Fritz zur Erkenntnis gekommen, die bessere Stellung zu haben und später auf Gewinn zu stehen. Deshalb würde ich gerne Deinen Wunsch aufnehmen:
" Vielleicht haben ja mal die Vollprofis Lust ihre Gewinnpartien vorzuführen wie sie Stockfish und Co. überlistet und überspielt haben."
Vielleicht hast Du auch einmal Lust mir eine Deiner Gewinnpartien für die Veröffentlichung in der Rochade Europa zur Verfügung zu stellen. Das würde mich sehr freuen.
Viele Grüße
Ludger Heiermann
Berlin
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